Generation SMS.

Nachdem jede Generation ihre eigene Zeit hatte, und wir bei den „68ern“ anfingen, uns mit der „Generation Golf“ begnügten und dann irgendwann morgens neben einer aus der „Generation Praktikum“ aufwachten, sind wir nun endlich bei der „Generation SMS“ angekommen. Man könnte den Eindruck haben, als ginge es darum, irgendeinen unausgesprochenen Wettbewerb zu gewinnen. Den eigenen Ambitionen dankend abwinckend den Limbo-Tanz solange zu meistern, bis der Hinterkopf auf Grund stößt. Und überhaupt: Was ist denn eigentlich dieser Generationenvertrag, und von welcher Generation sprechen wir da eigentlich? Waren die nicht sogar die allerschlimmsten, weil Sie die Welt in Brand setzten, ganz ohne filmographische Gewalt- und Sexexzessionen? Die löschten summa summarum innerhalb von knapp 20 Jahren, ebenfalls knapp, 70 Millionen Menschenleben aus! Welche Ausrede hatten die eigentlich? Da muss sich so eine Terroristenclique heutzutage schon arg ins Zeug legen, wenn Sie hier was ausgleichen will. Bodycountmässig. Egal. Die heutige Rasselbande – jedenfalls – wird für Weltkriege zu dämlich sein. Die meisten jedenfalls. Wenn nicht, sterben Sie alle an Hirnkrebs. Nicht bevor sie sich fortpflanzen, verständlicherweise.

Jeden Tag, sofern kein gutes Argument dagegen spricht, komme ich auf den Weg zu Arbeit an einer Haltestelle vorbei, deren beschmierten Oberflächen, den einen oder anderen Schmunzler zulassen. Insbesondere trifft es einen Mike, der unglücklicherweise ein Opfer ist, und von einem Micha offenbar gefickt wurde. Was natürlicherweise Hohn und Spott auf sich zieht. Das andere Bildchen ist etwas geheimnisvoller. Zum einen, weil der Name der Protagonistin liebevoll gezeichnet wurde, zum anderen weil nicht ganz so klar ist, wohin die Beleidigung führen sollte. So ist „Mandy“ definitiv eine Hure, eine hinterlistige noch dazu, was man aber macht, wenn man sie „bekommt“, damit lässt der Autor einen alleine. Tragischerweise.

Schwamm drüber. Ich mag Sie, wenn Sie zusammen, aber verloren, in Ihre Handys starren, laut Musik durch quäkende Handyboxen hören und so herrlich Ahnungslos durch die Landschaft trapsen. Wer denn auch nicht?

Mike - Das Opfer
Mike - Das Opfer
Mandy - Die Hure
Mandy - Die Hure

Langeweile, Rainer Langhans?

Dir sind offenbar die letzten Frauen von der Matte gesprungen, oder wie ist es zu erklären, das eine Ikone der Vielweiberei, des praktischen sozialistischen Lebens, der 68-er Bewegung, sofern man diese als Mode-Kitsch wahrnahm, und überidealistischer Vertreter des brontal Vegetarismus, dem übel wird, sobald er totes und gekochtes Fleisch riecht, sich von den Handlangern der turbokapetalistischen Medien zu einen „Promi-Dinner“ überreden läßt? Da ist Dir wohl die eine oder andere Schraube in der Kommune 1 verlustig gegangen, oder? Ist eine konsumorientierte, einzig auf kapetalistische Sinne abgestimmte, Sendung nicht eigentlich das Machwerk des imaginären gesellschaftlichen Gegners? Bis Du damit nicht der stetig jammernde Frodo, der zu Sauron überläuft, anstatt den blöden Ring, der alle knechtet, endlich zu zerstören? Achwo. Noch nicht. Du hast nämlich noch nicht fertig. Als zotteliger Sonderling, mit dem nun einzigen Anspruch, irgendwie sonderbar zu sein, sonst nichts, planst Du 2011 in das Dschungel-Camp einzuziehen. Sauron RTL freut sich. Was sagt denn die Uschi zu Deinen neuerlichen Eskapaden? Ob die sich für Dich schämt? Wenn ja, seit wann?

Wünscht Dir ein wenig Würde zurück: Dieser Autor

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