Respekt, Dietmar Ossenberg!

Auf die spitzfindige, wie gleichsam sinnlose, Frage der gelb-blonden Halb-Mensch-Halb-Kinn-Dauergrinsebacke – Michael Kolz -, ob denn nun etwas dran wäre, das Gaddafi wohl ganz bestimmt in „Sirte“ sein hitlereskes Untergangsszenario vorbereite, so wie – offenbar übel gelangweilte – Kreise der NATO laut vor sich hin fantasieren spekulieren, haust Du ein prägnantes „Keine Ahnung!“ in die Ohren des verblüfften Zuschauers. Woher sollst Du das auch wissen, Osse? Kannst ja nicht hinfahren und nachgucken. Wohl möglich würdest Du da unnötigerweise zu Tode gepointert gestrahlt werden. Kann ich verstehen.

Trotzdem, lieber Dietmar: Du holst tief Luft, faselst was von „Vermutungen“ und sabbelst Dir nach bester Korrespondenten Manier irgendwas halbwegs passendes zusammen. Null Infos, kaum Zusammenhänge, gar nichts Neues. Dabei stotterst Du noch nicht einmal.

Respekt. Kennst Du eigentlich Antonia Rados?

Gutti, Wellchen und ein Landgericht…

Zu Guttenberg ist, auf den innigen Wunsch vieler – und ausschließlich zum Wohle der Nation und der Reinheit der Wissenschaft, des Anstands und der güldenen Glaubwürdigkeit -, zurückgetreten. Hat davor allerdings etwas gehadert, die Sinnlosigkeit seines Verweilens dann aber spitzfindig und schlußendlich erkannt und ist dann, mit den Worten „Anstand“, „Bockmist“ und „sorry“ auf den Lippen, vom amtlichen Hofe geritten. Er kann ja froh sein, das alles noch so fröhlich vonstatten gegangen ist, denn nach den Sitten und Traditionen des Bendlerblocks wird mit widerstandsfähigem Personal gerne mal anders verfahren.

Kaum zu glauben Wie zu erwarten: In den letzten zwei Wochen hat Guido Westerwelle nichts Zweifelhaftes immens Fragwürdiges von sich gegeben. Dabei waren die Themen eigentlich klar: Gadhaffi doof, libyische Opposition ist supi. Aber: Militärisches Eingreifen sei nicht so toll, da – so Guido – das Erklären einer Flugverbotszone eben „nicht das Aufstellen eines Verkehrschildes“ bedeute. Ah ha. Toll Guido. War noch was? Ach ja: Da sagte Wellchen (wie ich ihn gerne nenne) in der Aschermittwochsrede noch folgendes „Wir können nicht ein Land sein, in dem nur noch Mehrheiten gegen etwas möglich sind„, und will damit, weil Dagegensein seiner Meinung nach total uncool ist, seine Partei auf den Kurs Gegen-Dagegensein bringen. Logisch. Wenn man nicht mehr weiß was man, zur Hölle nochmal, machen soll, sagt mein Nein zum Nein-Sagen. Auch ein Ansatz.

Das Landgericht Köln hat, wahrscheinlich unter Einfluß der akuten Jahreszeit, der puren rheinischen Fröhligkeit, entschieden, das Westlotto von nun an keine Lose mehr an Hartz-V Empfänger verkaufen darf. Das ist für den nordrheinwestfälischen Lottoanbieter natürlich total unschick, da auch diese Firma noch nicht weiß, wie man visuell Hartz-V-Empfänger von Nicht-Hartz-V-Empfänger trennen kann. Erste Anregungen der Twittergemeinde gibt es bereits um Hartz-V-Empfänger zu kennzeichnen: Gelbe „HV“-Symbole auf Jacken nähen lassen, ARGE-Kundennummer auf der Innenseite des Unterarms tätowieren, und so weiter, und so weiter. Wollen wir hoffen, daß das Landgericht bald ausnüchtert.

Außerdem: Dieser Autor hat heute seinen ersten Urlaubstag und ist, ohne jeden Weckimpuls, pünktlich zur normalen Aufstehzeit hellwach gewesen. Da fällt doch wieder einmal auf, welch anpassungsfähiges Wesen der Mensch im Allgemeinen doch so ist. In diesem Sinne: Dieser Autor.

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